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HOWTO: Soundsystem einrauschen
Verfasser Nachricht
GrInDeR Offline
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Beiträge: 1.749
Registriert seit: Jun 2009
Beitrag: #1
HOWTO: Soundsystem einrauschen
HOWTO „Auto einrauschen“
Benötigte Utensilien:
- CarPC oder Laptop
- Praxis Measurement von Liberty Instruments
(http://www.libinst.com/praxis_downloads.htm)
- Messmikro (z.B. Bausatz von Monacor 49,-)
Als erstes: Software installieren
Beim Starten von Praxis öffnen sich 4 Fenster, das mit der Bezeichnung „Script launcher“ kann gleich wieder weg.
Bleiben drei Fenster: „Primary Plot“ gibt die Messkurve wieder, „Levels“ überwacht die Eingangs- und Ausgangspegel, am Hauptfenster „Main Form“ werden die wichtigsten Einstellungen vorgenommen.
Nun im Hauptfenster unter „Acquisition“ den Menüpunkt „Spectrum RTA 1ch“ auswählen. RTA steht für RealTimeAnalysis, also Echtzeitanalyse. Links davon klicken wir auf das Menü „Stimulus“ und wählen „Pink noise“. Rosa Rauschen (Pink noise) ist eine Mischung aller Frequenzen in gleicher Lautstärke.
Als nächstes muss im Hauptfenster der Button mit dem Mikrofonsymbol und der „Configure“-Aufschrift gedrückt werden, ein zusätzliches Fenster mit dem Namen „Acq“ öffnet sich. Dort stellen wir die FFT-Size ein – FFT bezeichnet die Anzahl der Messwerte, mit denen das Rauschsignal analysiert wird. Ein normaler PC sollte ohne Probleme 16384 schaffen, je kleiner der Wert, desto mehr wird der Bassanteil in der Analyse ausgeblendet.
Der Kasten „Average“ darunter dien zur Festlegung der Anzahl von Einzelmessungen, aus denen der Durchschnitt errechnet wird. Je höher der Wert, desto genauer wird die Messung. 80 Messungen sollten es schon sein, mehr dauern natürlich länger.
Das Häkchen im Kasten „Auto Stop On Limit“ bewirkt, dass die Messung nach 80 Einzelmessungen automatisch beendet wird.
Wer eine Dauermessung durchführen möchte, wählt „Average 1“ und aktiviert Autostop nicht.

Zuletzt muss unter „RTA Resolution“ noch die Darstellungsgenauigkeit festgelegt werden. Ein praxisgerechter Wert ist hier die 1/6-Oktav-Darstellung. Noch höhere Auflösungen zeigen Abweichungen, die vom menschlichen Gehör nicht wahrgenommen werden können.
Diese Einstellungen muss man nur einmal durchfĂĽhren, sie werden vom Programm gespeichert.
So, jetzt kann’s losgehen.
Mikro mit Soundkarte verbunden? In MicIn gesteckt? Oder hat das Mikro einen Vorverstärker, dann nehm ich lieber den LineIn.
Vorverstärkte Mikros sind zu bevorzugen, da der Soundkarteninterne Vorverstärker meist sehr schlecht im Bass- und Hochtonbereich agiert, doch gerade die beiden Frequenzbereiche sind sehr wichtig.
Probeweise kann mal der „Start“-Button im Hauptmenü gedrückt werden, wenn alles richtig verkabelt ist, sollte eine Frequenzkurve im Diagrammfenster angezeigt werden. Probeweise kann man mal in das Mikro pfeifen oder draufklopfen, es sollte ein höherer Auschlag zu sehen sein.
Falls nicht, mal den Windows-Soundmixer öffnen (Lautsprechersymbol rechts unten in der Taskleiste) und überprüfen, ob der LineIn- bzw. der MicIn-Eingang nicht gemutet ist und als Aufnahmequelle ausgewählt ist.
Wer jetzt keine Pink-Noise-Track z um Abspielen hat, kann sich ganz einfach einen erstellen:
AudioTestFilegen runterladen (http://www.tropicalcoder.com/AudioTestFileGen.htm), ausführen, unter Duration 120 sec. eingeben, Dateipfad auswählen und den Pink-Noise-Button drücken. Die Datei wird im nicht komprimierten Waveformat abgespeichert.
Diese abspielen, ggf. lauter drehen, die genaueste Messung erreicht man, wenn die Kurve genügend Berge und Täler aufweist. Zuviel darf man aber nicht aufdrehen, das Mikro könnte sonst verzerren.
Während der Messung sollte der Messende auf dem Fahrersitz Platz nehmen, das Mikro nach oben halten und es langsam von einem Ohr zum anderen bewegen. Diese Bewegung sollte etwa 2-3 Sekunden dauern.
Eine solche etwas wunderliche Methode garantiert aber, dass alle Schallwellen, auch die von hinten eintreffenden gleichermassen erfasst werden – so wie auch die Musik von den Fahrzeuginsassen wahrgenommen wird. Die Methode führt zu einem reproduzierbareren Ergebnis als die vielerorts durchgeführten messungen, wo das Mikro fest zwischen den Vordersitzen geklemmt ist.
Nach Abschluss der Messung ist das Ergebnis auf dem Primary-Plot-Diagramm zu bewundern, doch um den Frequenzgang zu beurteilen zu könne, muss das Diagramm aussagekräftig skaliert sein. Hierzu im Diagramm auf „Format“ gehen und unter „VScale“ midestens 10, besser sogar 5 Dezibel wählen. Ist eine zu schwache Skalierung gewählt, z.B. 20 Dezibel, erscheinen auch deutlich hörbare Frequenzgangprobleme viel zu wenig ausgeprägt. Der Frequenzgang wirkt dann platter, als er in Wirklichkeit ist.
Die gemessene Kurve sollte auf der linken Skala im Bereich von -20Dezibel liegen. Liegt sie darunter oder darüber, muss mit dem Aufnahmeregler des Windows-Soundmixers nachgebessert werden. Ggf. sollte auch mit der Abspiellautstärke experimentiert werden.
Jetzt heisst es EQ anpassen und wiedermessen, bis es klingt, wie es soll….
Wer’s im PDF-Format im Original haben möchte:
http://www.autohifi-magazin.de/sixcms/me....23484.pdf


___________________________________________________________

Hier noch ein Auszug von http://www.onesus.de mit freundlicher Genehmigung von Christoph Woitek.

Die Ausgangslage - Der RX7 wird vermessen
Zunächst wird der Equalizer auf neutrale Werte eingestellt. Da die Frontlautsprecher lauter als die im Heck spielen sollen, verlagert man entweder mit "FADER" entsprechend die Musik nach vorne oder man nutzt dazu die in der mitgelieferten Software integrierte Laufzeitkorrektur, was definitiv die elegantere Lösung darstellt. Hier kann man die Abstände in Zentimetern für alle Lautsprecher sowie den Subwoofer einstellen und zusätzlich jeden einzelnen Lautsprecher, ebenfalls völlig unabhängig voneinander, in der Lautstärke absenken (von 0dB bis -20dB). Die Hecklautsprecher sollten Raumklang erzeugen, aber nicht stören! Der Subwoofer wird auch hier vorerstmal deaktiviert und erst zum Schluß angepasst. Um einen Gesamteindruck der uneingestellten Front- und Hecklautsrecher zu bekommen, wird die Anlage anschließend vermessen. Das folgende Diagramm zeigt das Ergebnis der Hifi-Anlage ohne Sub mit Default-Einstellungen ohne jegliche Korrektureingriffe:

[Bild: frnixmid.jpg]
Der Hoch/Mitteltonbereich ab ca. 900Hz weist eine deutliche Überhöhung auf. Im Tief/Mitteltonbereich unter 900Hz sieht die Angelegenheit genau umgekehrt aus. Hier sind viele Einbrüche feststellbar. Alle diese Höhen und Täler können nicht behoben werden (ohne externe Equalizer zumindest). Deshalb konzentriere ich mich hauptsächlich auf den Bereich oberhalb von 900Hz und falls noch Bänder übrig bleiben, werden diese für den Tieftonbereich verwendet.

Frequenzkorrektur mit Equalizer

Es gilt nun die gemessene Kurve (gelb) so gut wie möglich an die Auto-Hifi-Referenzkurve (blau) anzupassen. Nach jahrelangen Forschungen ist man zur Erkenntnis gelangt, daß Musik im Auto natürlich klingt, wenn der Tieftonbereich (ca. 20Hz bis 100Hz) am lautesten ist. Ab 100Hz bis 1kHz sollte die Lautstärke langsam um 10dB abfallen und dann geradelinig weitergehen. Erst wieder von 8kHz bis 20kHz sollte die Frequenzkurve um etwa 6dB langsam abnehmen, weil sonst die Höhen mit der Zeit zu nervig klingen. Die rote Kurve, zeigt jeweils den vorherigen Schritt, d.h. die Kurve vor dem Korrektureingriff. Somit kann man schön die Auswirkungen der gewählten Einstellungen erkennen. Was bereits nach kurzer Zeit angenehm auffällt ist, dass die Einstellung viel bequemer und vor allem deutlich schneller als am Clarion-Tuner von statten geht.

[Bild: b1fmid.jpg]
Für die deutliche Überhöhung von 3kHz bis ca. 10kHz sind die Heck- und Frontlautsprecher verantwortlich. Deshalb wird für das erste Band(Front) die Frequenz 5kHz gewählt. Mit Gain wird die Lautstärke um 8dB gesenkt. Für Q wird 3 gewählt.

[Bild: b1fb1rmid.jpg]
Nun soll diese Überhöhung bei 6,3kHz gesenkt werden. Band1(Rear) bekommt die Frequenz 6,3kHz und wird mit Gain um 6dB gesenkt Für Q wird hier ebenfalls 3 gewählt.

[Bild: b1fb1rb2rmid.jpg]
Jetzt erstreckt sich die Überhöhung nur noch von 6,8kHz bis 9,5kHz. Deshalb wird beim Band2(Rear) 8 kHz eingestellt. Lautstärkesenkung um 5dB und Q bekommt den Wert 3.

[Bild: b1fb1rb2rb2fmid.jpg]
Für die Überhöhung von 850Hz bis 2,2Hz sind ausschließlich die Frontspeaker verantwortlich. Deshalb wird als Band2(Front) die Frequenz 1,25kHz gewählt. Die Lautstärkeabsenkung beträgt 6dB und Q wird auf 3 eingestellt. Ab 1kHz kann sich nun der Frequenzgang sehen lassen. Es stehen nur noch 2 Bänder zur Verfügung, womit der Tief-/Mitteltonbereich möglichst korrigiert werden soll.

[Bild: b1fb1rb2rb2fb3rmid.jpg]
Jetzt soll der Krater von 530Hz bis 940Hz begradigt werden. Dazu bekommt Band3(Rear) die Frequenz 630Hz eingestellt. Die Konfiguration fĂĽr Gain lautet +6dB und bei Q steht wieder einmal der Wert 3.

[Bild: b1fb1rb2rb2fb3rmid.jpg]
Bei 320Hz und 440Hz sind jetzt noch zwei relativ kurze, aber tiefe Einbrüche feststellbar. Der Frequenzbereich von 200Hz und 500Hz ist allgemein zu leise ausgefallen. Um möglichst den gesamten Bereich anzuheben, wurden folgende Einstellungen getroffen: Band3(Front): Frequenz=315Hz, Gain: +6dB, Q=3.

Das Front- und Hecksystem ist nun eingestellt. Der Anlage fehlt jetzt noch der Bass. Der Subwoofer wird wieder auf dem Clarion-Tuner aktiviert und ebenfalls auf Neutralstellung (0) konfiguriert. Die gesamte Anlage mit Subwoofer, Front- und Hecklautsrechern wird nun vermessen. Die Subwooferlautstärke, sowie die Trennfrequenz werden mit entsprechenden Reglern der Soundstream-Endstufe eingestellt. Das Endergebnis zeigt das folgende Diagramm:

[Bild: allmid.jpg]
Fazit: Ab 1kHz ist der Frequenzverlauf sehr ausgewogen, lediglich der Hochtonbereich oberhalb von 13kHz könnte etwas höher sein. Von 500Hz bis 1kHz ist der Verlauf auch noch akzeptabel, auch wenn er besser sein könnte. Der Krater zwischen ca. 420 bis 470Hz stört nur ein wenig, was mehr ins Gewicht fällt, ist der Einbruch zwischen 200Hz und 250Hz und vor allem zwischen 100Hz und 160Hz. Der Tiefbass unter 50Hz fällt sehr schnell ab, was für einen Subwoofer im geschlossenem Gehäuse von knapp 30 Litern in Ordnung geht.

Der jetzige Klangcharakter im RX7 kann sich wirklich sehen lassen und ich bin damit sehr zufrieden. Trotzdem überlege ich in Zukunft einen externen Equalizer zu installieren der mindestens 10-Bänder zur Verfügung stellt. Dann müsste man wirklich in der Lage sein, den gesamten Frequenzbereich optimal einzustellen und die letzten Restreserven der Anlage zu entlocken. Sollte es wirklich soweit kommen, werde ich hier das Ergebnis präsentieren.

Copyright 2011 Christoph Woitek onesus.de
Textauszug mit freundlicher Genehmigung von Christoph Woitek

Chuck Norris ist nur ein lächerlicher Schauspieler!
Wenn er wirklich so gut wäre, wie alle sagen, dann würde er jetzt zu mir nach Hause kommen und meinen Kopf mit nem Roundhouse-Kick auf die Tastatudfksjdbfksjdhjflsdjhfslkjdhfksdfbvckj
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-14-2011 12:30 PM von GrInDeR.)
11-13-2010 05:44 PM
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