| Veröffentlicht am: 04.08.2009 "Nachts um halb drei: Auf einer einsamen Landstraße verunglücken zwei PKWs, beide Fahrer sind ohnmächtig, schwer verletzt und benötigen dringend Hilfe. Ob die beiden gerettet werden können, hängt jetzt davon ab, ob zufällig jemand die Unfallstelle passiert."
So ein Szenario sollte laut dem Beitrag vom 04. Februar 2005 der Online-Zeitschrift PC-Welt spätestens seit dem Jahre 2009 der Vergangenheit angehören. Dies haben Autohersteller, Technologie-Unternehmen und die Europäische Kommission damals beschlossen, jedoch finden wir bis dato kein vergleichbares System.. vielleicht lag es ja an der noch anhaltenden Weltwirtschaftskrise, weshalb solche Projekte verstummt sind!?
Der Beschluss der Europäischen Kommission sieht dabei vor, dass europäische Fahrzeuge bei einem Unfall automatisch die Rettungskräfte alarmieren sollen. Da ist es natürlich fraglich, was so ein System alles bieten muss, um einen Unfall zuverlässig erkennen zu können und unsere raren Rettungskräfte nicht von einem Fehlalarm zum nächsten geschickt werden - steigende Kosten wären hier weniger schlimm, als unterversorgte Unfälle die tatsächlich Hilfe benötigen. Microsoft und Bosch möchten diesem Problem durch Gegensprechanlage und redundanten Sensoren entgegenwirken.
Zu hören ist stets von präventiven Projekten, die Unfälle vermeiden sollen - nur sehr selten wird jedoch von einem Ansatz gesprochen, welches sich um das "Danach" kümmert. Recherchen des CarPC-Portal.de zufolge ist dieser Beschluss der einzige der letzten Jahre, welches sich um das schnellere Erfassen von Unfällen bemüht. "Mit dieser Technologie kann Ihnen Ihr Auto das Leben retten", erklärte die EU-Kommissarin Vivian Reding. Laut der Kommission könnte durch dieses System in Europa pro Jahr 2000 Menschenleben gerettet werden können, indem eine genaue Positionsangabe die Ortung und Reaktionszeit um ein Minimum verkürzen.
Das große Automobilhersteller wie z.B. BMW mit seinem ConnectedDrive-Angebot einen kostenpflichtigen Ortungs- und Assistenz-Dienst für Funktionen wie automatischer Notruf durch Aktivierung der Crash-Sensoren, Fern-Ver-/Entriegelung des Fahrzeuges wie auch das Einschalten der Klimaanlage durch BMW-Mitarbeiter anbietet, lässt leider keine Hoffnung zu, dass dieser Dienst in naher Zukunft fahrzeugübergreifend oder gar serienmäßig verfügbar sein wird. Die Hersteller kochen wieder ihre eigenen Süppchen, was man ihnen ja nicht all zu übel nehmen kann - es fehlt hier an gesetzlicher Verpflichtungen, solche Systeme in Serie durchzusetzen.
Bis dies jedoch geschieht, dürfte wohl noch ein wenig Zeit vergehen. Vielleicht ist dies wieder die Chance für ein kleineres Unternehmen ein innovatives Produkt zu präsentieren?
Quelle: Zitate aus diesem Beitrag stammen von der PC-Welt
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